Das Buch zum Welttag des Buches 2013 hatte für die Kinder kein richtiges, zufriedenstellendes Ende. Autor Jürgen Banscherus hatte den Schluss absichtlich offen gelassen. Er lud alle ein, seine Fortsetzung der Geschichte ,,Der Wald der Abenteuer" weiter zu schreiben. Seine Fortsetzung, die man im Internet finden konnte, lautete so:

Zwei Wochen später. Es ist große Pause. Hannes steht mit Tom in einer Ecke des Schulhofs, als Greta zu ihnen herüber gelaufen kommt.
,,Schau mal, was ich heute Morgen in meiner Hose gefunden habe", sagt sie und zeigt Hannes eine Visitenkarte. ,,Restaurant Zur Alten Schmiede" steht drauf.
,,Was ist damit?", fragt er.
,,Du musst genau hingucken!"
Hannes nimmt Greta die Visitenkarte aus der Hand. Unter die Adresse des Restaurants hat jemand eine große "2" gekritzelt. Die Karte scheint im Wasser gelegen zu haben, Lehmspritzer sind zu sehen. Aber die "2" scheint keinen Tropfen abgekriegt zu haben. Das ist merkwürdig, sehr merkwürdig sogar. Das findet auch Greta.
,,Wahrscheinlich habe ich die Visitenkarte irgendwo im Wald eingesteckt", sagt sie. ,,Die Hose habe ich jedenfalls nur in der Nacht getragen."
,,Bring die Karte zur Polizei", sagt Hannes. ,,Bestimmt hat sie was mit den Männern und den Kisten zu tun."

Und nun war die Fantasie der Viertklässler gefragt. Luzie hat die Geschichte wie folgt enden lassen:

Greta und Hannes schnappen die Drogenhändler


Plötzlich fällt es Hannes wieder ein: ,,Greta, es gab in Ulmental im Wald doch so ein altes verlassenes Hotel. Das hieß doch auch: Zur Alten Schmiede."
,,Stimmt!", ruft Greta. ,,Das könnte es sein."
,,Wir müssen der Polizei Bescheid geben!", meint Hannes. ,,Niemals!", schreit Greta. ,,Wir haben doch null Beweise."
Hannes wird klar, dass Greta Recht hat.
,,O.K., aber wie kommen wir nach Ulmental?", fragt Hannes.
Greta erzählt, dass ihre Familie mit ihr am folgenden Wochenende nach Ulmental fahren will, weil sie erzählt hat, wie schön es dort war. Als Greta zuhause ist, fragt sie sofort, ob Hannes mitkommen darf. Und ihre Mutter sagt: ,,Ja, mein Schatz, Hannes darf ausnahmsweise mit uns mitfahren."
"Nein, nein, nein!", schreit Gretas kleiner Bruder Tobias. ,,Dann nehme ich Janosch mit!"
Aber Gretas Mutter meint: ,,Nein, Janosch kann bei unserem nächsten Ausflug mitkommen."
Tobias geht sauer in sein Zimmer, während Greta sich das Telefon schnappt, sich aufs Sofa schmeißt und Hannes anruft. Als Hannes abnimmt, ruft Greta gleich: ,,Du darfst mitkommen!"
Hannes freut sich: ,,Super, ich sage meiner Mutter Bescheid."
Greta kann leise hören, wie seine Mutter sagt: "O.K., wenn es denen nichts ausmacht."

Am nächsten Tag sitzen alle im Auto und fahren nach Ulmental. Unterwegs nervt Gretas Bruder total, er muss jede halbe Stunde aufs Klo und fragt mindestens alle fünf Minuten, wann sie da seien. Als die drei Stunden - naja, wegen Tobias eigentlich fast vier Stunden - Fahrt um sind und sie in Ulmental angekommen sind, gehen alle in die kleine Hütte im Wald, denn die haben Gretas Eltern gemietet. Hannes und Greta wollen gleich losgehen, aber Gretas Eltern wollen mit allen zusammen wandern und es ist schon 16.30 Uhr. Also werden Greta und Hannes wohl erst am nächsten Tag losgehen können. Als sie um 18.00 Uhr zurückkommen, isst jeder noch etwas Brot mit Spiegelei und danach gehen alle in ihre Zimmer.
Am nächsten Morgen ist Tobias schon um 7.00 Uhr wach und macht dann alle wach. Um etwa 8 Uhr wird gefrühstückt, dann ziehen sich Greta und Hannes an. Beim Zähneputzen im Bad sagt Greta zu Hannes: ,,Wir sagen gleich, dass wir im Wald spazieren gehen wollen und dann gehen wir zu diesem Hotel." Hannes stimmt zu.
Nach dem Zähneputzen erzählen sie, dass sie spazieren gehen wollen, aber Gretas Mutter sagt: ,,Nehmt doch bitte Tobias mit."
,,Nö!", schreit Greta wütend. ,,Dann geht ihr auch nicht!"
,,Na schön", sagt Greta und als Hannes kommt, rast Tobias noch in Unterhose mit seinem Spielzeugauto durch das kleine Haus.
Greta ruft: ,,Zieh dich an und zwar sofort!" Als Tobias nach fast 45 Minuten fertig ist, können sie endlich los. Es dauert gar nicht lang, bis sie am Hotel Zur Alten Schmiede sind.
Dort sagt Greta zu Tobias: ,,Wir spielen jetzt ein Spiel und das heißt: Verstecken und leise sein. Es ist ganz einfach: Du musst dich vor allen Leuten in diesem Haus verstecken." Dabei zeigt sie auf das Haus.
,,Ja, ja, ja, wir können gleich anfangen!", ruft Tobias laut.
,,Pssst, leise!", sagt Hannes. Plötzlich sehen sie ein offenes Fenster. Sie schleichen hin und klettern rein. Drinnen sehen sie einen Gang mit sechs Türen. Auf der ersten steht 1, und dann 3 und dann 4 und immer so weiter. Aber Stopp! Ihnen fällt auf, dass es kein Zimmer 2 gibt.
Greta flüstert Hannes zu: ,,Die 2 steht doch auf der Visitenkarte." Plötzlich hören sie jemanden kommen. Sie schlüpfen schnell in einen der Räume. Hannes linst durch das Schlüsselloch und sieht einen Mann in Zimmer 1 gehen. Als er weg ist, schleichen sie wieder raus und gucken durch das Schlüsselloch von Zimmer 1. Aber da ist niemand mehr. Sie gehen vorsichtig rein und entdecken eine Tür, auf der ,,Zimmer 2" steht. Die Tür steht einen Spalt offen. Hannes hält sein Smartphone in den Raum und filmt. Auf dem Bildschirm erkennen sie zwei Drogenhändler aus dem Wald wieder. Die ersten paar Sekunden reichen schon als Beweis, deshalb gehen sie.
Doch als sie gerade auf dem Flur sind, kommt einer von Hannes' Niesern, einer der schlimmen Nieser. Hannes muss ganz plötzlich niesen und die beiden Männer hören es. Da rennen die Kinder los und Greta nimmt Tobias auf den Arm, weil er nicht so schnell laufen kann. Sie laufen zum Fenster und springen raus. Der eine Mann schreit: ,,Kommt sofort her!"
Plötzlich fällt der eine Mann hin und der andere stolpert über ihn.
,,Was für Idioten!", denkt Greta. Hannes und sie können die Männer abschütteln und als sie wieder bei der Hütte angekommen sind, erzählen sie Gretas Eltern gleich von der Situation. Die glauben ihnen zuerst nicht, aber Hannes sagt: ,,Hier, schauen Sie sich das Video an!"
Er zeigt ihnen die Aufnahme und Gretas Vater meint: ,,Tatsächlich, ihr habt recht. Wir müssen zur Polizei, sofort!"
Sie fahren zur Wache und die Polizei saust sofort los. Hannes und Greta diktieren den Weg. Die Polizei stürmt ins Hotel und zerrt die Männer mit Leichtigkeit in ihr Auto. Als Belohnung bekommen Hannes und Greta jeweils 50€.
Später in der Hütte packen sie erleichtert ihre Koffer und fahren nach Hause. Dieses Erlebnis werden sie nie vergessen.

 


Kristin dachte sich diese Geschichte zu den drei vorgegebenen Wörtern ,,Stall, Telefon, offen" aus:

Cordobes bricht aus

Cordobes war ein fleißiges Springpferd. Sarah trainierte mit ihm regelmäßig und steigerte seine Leistung immer mehr. Am Samstagabend verabschiedete sich Sarah von ihrem Pferd. Sie hatten lange für das Turnier am nächsten Tag geübt. Sarah sagte zu Cordobes: ,,Ruh dich schön aus. Morgen brauchst du deine Kräfte!" Cordobes schnaufte, als hätte er es verstanden. Sarah ging in ihr Haus, das gleich neben dem Stall lag.
Cordobes ruhte sich aber gar nicht aus, er probierte nämlich, seine Stalltür aufzumachen. Sarah hatte ihm schon mal etwas davon erzählt. Er machte sein Maul auf und schob seine Zähne an die Stange, er drückte sein Gebiss zusammen und zog die Stange nach unten. Geschafft! Cordobes Stall war offen. Nun machte er den Stall von Susi, der kleinen Shettydame, auf und auch von Leika und Danny. Jetzt standen alle Pferde auf der Gasse und vergnügten sich am Heu.
Sarah hatte ein Geräusch gehört und ging deswegen nach draußen in den Stall. Als sie die Pferde sah, sagte sie: ,,Ich glaube, ich träume!" Schnell lief sie ins Haus, nahm sich das Telefon und flitzte wieder nach draußen. Aufgeregt rief sie ihre Freundin an, die nur zwei Häuser weiter wohnte. Zusammen sperrten sie die Pferde schließlich wieder ein.
Am nächsten Morgen kam Sarah müde an den Frühstückstisch. Aber beim Springturnier belegte sie mit Cordobes den ersten Platz.

 


Brendon fiel zu den drei Reizwörtern "Museum, Treffpunkt, ausprobieren" folgende Geschichte ein:

Der spannende Museumsbesuch

Zwei Wochen vor den Sommerferien macht die 5b einen Klassenausflug ins Naturkundemuseum in München. Matthias und Michael freuen sich besonders auf den Museumsbesuch.
Dort angekommen sagt die Lehrerin: "Wir kriegen eine Führung durch das Museum."
Schließlich kommt die Führerin. Sie erklärt etwas über Säugetiere und ausgestorbene Reptilien. Matthias und Michael finden das langweilig und fragen die Lehrerin: "Dürfen wir ein paar Gänge weiter gehen?" Die Lehrerin antwortet: "Ja, klar. Treffpunkt sind die Wal-Skelette."
Die beiden laufen unzählige Gänge weiter, bis eine Tür ihnen den Weg versperrt, auf der steht: Dinosaurier-Halle, Eröffnung am 4. August. Michael probiert aus, ob die Tür offen ist. Tatsächlich die Tür ist offen. "Lass uns reingehen!", meint Michael zu Matthias. Als sie in der Halle sind und das Licht angemacht haben, entdecken sie ein paar riesige Dinosaurier-Skelette. Neben jedem Skelett ist ein genau gleicher Dino, nur mit Haut versehen. An einem Skelett steht: Spinosaurus aegyptiacus, er wurde 18 Meter lang, 9 m hoch und wog 9 Tonnen. An dem anderen war zu lesen: Spinosaurus maroccanus. Er ist sehr nahe mit Spinosaurus aegyptiacus verwandt.
Plötzlich geht das Licht aus. Vor Schreck fällt Michael auf ein paar Knöpfe. Auf einmal brüllt der Dinosaurier und läuft durch die ganze Halle. Matthias versucht, den Spinosaurus abzuschalten, aber ohne Erfolg, stattdessen wird der Spinosaurus aggressiver. Matthias ruft ängstlich: "Der Dinosaurier bleibt nicht stehen!" Dann schaut Michael auf den Knopf, den er gedrückt hat, da steht: "Angriff, der Spinosaurus greift alles an, was sich ängstlich verhält."
Inzwischen findet Matthias einen Ruhestand-Knopf. Er probiert ihn aus und der Spinosaurus geht in seine ursprüngliche Position. Michael ruft: "Lass uns so schnell wie möglich verschwinden!"
Kaum sind sie raus aus dem Raum, steht ihnen ihre Lehrerin gegenüber. Sie schimpft: "Ich habe mir schon Sorgen gemacht. Als Strafe dürft ihr am 4. August nicht mit in die Dino-Halle kommen." Auf einmal beginnen Michael und Matthias laut zu lachen. Die Lehrerin fragt: "Wieso lacht ihr denn so?"
Matthias antwortet: "Das ist eine lange Geschichte."

 


Heiligabend! Es dämmerte. Im Wohnzimmer brannten einige Kerzen. Der Weihnachtsbaum war festlich geschmückt und der Kachelofen verbreitete eine gemütliche Wärme. Aus der Küche zog ein herrlicher Duft durchs Haus; Mama lief eben noch einmal hin, um nach der Gans im Backofen zu schauen. Hm, lecker, das würde ein festliches Abendessen! Onkel Gerhard war wie jedes Jahr schon angereist, um die Feiertage nicht allein verbringen zu müssen. Papa, Ben und Holger machten sich gerade fein, denn alle wollten zusammen zum Krippenspiel gehen, bevor es wie immer die Bescherung geben würde.
Da rief ihnen Onkel Gerhard von der Haustür zu: "Bis ihr fertig seid, gehe ich noch mal kurz mit dem Hund raus! Ich beeile mich!" Noch bevor einer antworten konnte, hörten sie schon die schwere Eichentür ins Schloss fallen.

Diesen Geschichtenanfang mit Personen aus "Ben liebt Anna" hat Tabea so fortgesetzt:

Heiligabend mit Onkel Gerhard

Schnell lief Ben zur Tür, doch als er sie öffnete, war Onkel Gerhard schon hinter den Bäumen verschwunden.
"Ach, egal! Aber hoffentlich stellt er nichts an!", dachte Ben. Nun schloss er die Tür und ging ins Badezimmer, um sich zu waschen und sich anzuziehen.
Onkel Gerhard ging immer tiefer in den Wald. Die Hündin Luna hielt immer mit ihm Schritt. "Luna, bei Fuß!", rief der Onkel. Überall lag Schnee.
Onkel Gerhard überlegte: "Soll ich auf den Berg da vorne steigen?" Natürlich musste er nicht lange überlegen. "Von da oben hat man eine tolle Aussicht. Darum werde ich hinaufsteigen."
Auf dem Weg nach oben knartschte der Schnee unter seinen Füßen. Oben auf dem Berg war ein See, auf dem eine dicke Eisschicht war. Luna wäre fast darauf ausgerutscht. "Luna, warum habe ich bei Fuß gesagt?"
Plötzlich winselte Luna. Onkel Gerhard wusste gar nicht, warum. "Was hast du?" Da fing es auch schon kräftig zu schneien an. "Oh, nein!", dachte Onkel Gerhard. "Ein Schneesturm! Das hat ja gerade noch gefehlt! Hoffentlich wird er nicht allzu schlimm!" Doch er wurde schlimm. Onkel Gerhard wurde sogar durch die Luft gewirbelt, Luna auch. Doch Onkel Gerhard hielt sie ganz fest. Es war grauenhaft.
Als der Sturm nachgelassen hatte, wusste Onkel Gerhard gar nicht mehr, wo er war, und sein Bein tat sehr weh.
"Luna, hol Hilfe! Du findest doch hoffentlich nach Hause!"
In der Zeit hatten sich alle Sorgen gemacht. Ben meinte: "Bei dem Sturm will ich nicht draußen sein. Hoffentlich ist Onkel Gerhard nichts zugestoßen!"
Mutter und Holger waren einer Meinung: "Gerhard ist bestimmt etwas passiert! Bei dieser Windstärke holt man sich mindestens ein verstauchtes Gelenk."
Auf einmal kratzte es an der Haustür. "Das ist Luna bestimmt nicht", sagte Papa, als alle schon Hoffnung hatten, dass sie es sei. Doch wer war es? Luna! Alle waren froh, sie zu sehen. Sie bellte, als sollten sie ihr folgen.
Eilig zogen sich alle an. Luna lief schnell, doch alle hielten mit.
Plötzlich sahen sie Onkel Gerhard. Sein Bein war etwas angeschwollen, sonst nichts. Mutter wickelte einen Verband um das Bein.
An diesem Tag gingen sie nicht zur Kirche, sie mussten fahren. Doch die Gans schmeckte ihnen in diesem Jahr noch besser als je zuvor.

 


Jossamins Geschichte zu den drei Wörtern "Radtour, Dämmerung und ratlos":

Einfach erbärmlich

An einem Sonntag machte ich eine Radtour. Ich radelte von Schlangen nach Oesterholz, dort fuhr ich durch ein kleines Waldstückchen. Langsam kam mir der Weg sehr lang vor und ich dachte: "Der Weg ist ja länger, als ich dachte..."
Aber ich radelte immer weiter, ich radelte und radelte immer weiter und ich kam igendwie nicht ans Ende des Waldes. Ich fühlte mich wie am Boden festgeklebt. Mir stiegen schlimme, seltsame Dinge in den Kopf: "Bin ich falsch gefahren? Habe ich den Ausweg verpasst ?" In Gedanken versunken fuhr ich weiter, immer weiter.
Plötzlich merkte ich, dass ich vom Weg abgekommen war. Ich war verzweifelt und ratlos. Langsam, aber ganz langsam merkte ich, dass es dunkel wurde. Die Dämmerung brach herein! Die Dämmerung! Wieder stiegen mir unheimliche Gedanken in den Kopf: "Was ist, wenn ich hier draußen übernachten muss?", und so weiter. Eines stand für mich fest, die Radtour war hin! Dann wachte ich wieder aus meinen Gedanken auf. Ich merkte jedoch nicht, dass ich immer weiter in den Wald hineinfuhr. "Oh", dachte ich. "Wer weiß, wie es mit mir ausgehen wird?" Und den Weg sah ich allmählich auch nicht mehr...
Auf einmal kam ich nur ganz schwer, fast gar nicht vom Fleck und ich hörte so ein komisches Geräusch. Wegen der Dämmerung sah ich die spitzen Steine nicht...
"Ach du liebe Zeit!", rief ich. "Das hat mir gerade noch gefehlt!" Ich hatte einen Platten. Meine Radtour war endgültig hin. Das Problem war, dass ich kein Flickzeug dabei hatte! Ich konnte mein Rad nicht reparieren, weil ich ja nichts zum Reparieren hatte. Das war vielleicht stressig, ich hatte nur noch reparieren, reparieren und nochmals reparieren im Kopf. Aber es ging ja nicht und ich musste mein Rad schieben. Doch endlich, nach ungefähr einer Stunde, sah ich das Ende des Waldes! Da fiel mir vielleicht ein Stein vom Herzen. "Hurra! Ich hab´s geschafft, ich lebe noch!", rief ich aus und das kam direkt aus dem Herzen. Schließlich kam ich an einer Straße, die ich überhaupt nicht kannte, raus. Es war mir völlig egal, wo ich rauskam, Hauptsache, ich war aus dem Wald raus. Dann setzte ich mich erst einmal an die Straßenseite. Ich wartete. Ich wartete und genoss es. Ja, das tat ich!
Da kam auch schon ein Auto, es fuhr weiter, hielt an und fuhr zurück. Dann musste ich lächeln. Ich lächelte den Fahrer an und stand auf, der wusste sofort: "Das Kind braucht Hilfe." Es war ein netter, junger und hilfsbereiter Mann, der aus dem Auto stieg und mich fragte, was los sei, ob ich verletzt sei, und nahm mich anschließend mit. Ich war ihm richtig dankbar. Am Ende, als er mich schon nach Hause gebracht hatte und ich meiner Mutter und der ganzen family meine "erbärmliche" Geschichte erzählt hatte, flickte Herr Jung, der nette Mann von vorher, mir sogar den hinteren Reifen.
Wir luden ihn zu Kaffee und Kuchen ein - wie wir es heute noch tun.

 


Der geheimnisvolle Brief

An einem Samstag Morgen schrie Ute: "Ralf, Ralf, in dem Brief steht, dass wir eine Reise nach New York gewonnen haben!"
Ralf rief: "Wie? Nach New York? Wann denn? Schon Morgen! O.K., dann lass uns gleich die Sachen packen."
Am nächsten Morgen um 6.00 Uhr mussten sie schon am Flughafen stehen.
Ralf sagte: "Hoffentlich wird das ein guter Flug. Als sie in New York angekommen sind, war es 14.00 Uhr!
Ute sagte: "Guck mal, Ralf, ein Vier-Sterne-Hotel."
Als Ute und Ralf in dem Hotel waren, waren sie platt wie eine Briefmarke.
Ute dachte: "Was für ein tolles Hotel!"
Ralf sagte: "So ein tolles Hotel!"
Als sie in ihrem Zimmer waren, packten sie schon die Koffer aus, dann legten sie sich hin!
Sie wurden wach und gingen sie nach draußen, um die Wolkenkratzer zu besichtigen.
Die lange Woche war vorbei, der Rückflug war nicht so ruhig wie der Hinflug. Ralf und Ute sind sicher nach Hause angekommen und waren glücklich bis an ihr Lebensende!

Pascal W.

 


Die Maus beim Schlittenfahren

Samstag, der 18.01.03

An einem wunderschönen, verschneiten Tag ging die Maus mit ihren beiden Freunden, dem kleinen blauen Elefant und der kleinen Ente, Schlitten fahren.
Die Maus sprach: ,,Wer zuerst unten ist, der hat gewonnen!"
Alle drei freuten sich sehr, dass sie ein Schlitten - Wettrennen machen würden. Der Elefant gab mit seinem Rüssel das Startzeichen. Zuerst sah es so aus, dass der Elefant gewinnen würde, aber nach etwa 30 Sekunden Führung überholten ihn die beiden anderen Freunde. Kurz vor dem Ziel gab die Maus noch einmal richtig Schwung und gewann damit. Nachher erklärte die Maus, dass es nur ein Wettrennen war. Am Ende dieses aufregenden Ausfluges fuhren alle drei Freunde ganz oft den Berg hinunter.
Als sie zuhause waren, tranken die Maus, der Elefant und die Ente einen schönen warmen Kakao. In der stürmischen, verschneiten Nacht träumten alle drei von ihrem gemeinsamen Ausflug.

Laura Schlüter

 


Bild und Geschichte:

Das Käsehaus

Die Mäusedame heißt Lisa. Sie wohnt in einem Käsehaus. Sie schaut aus dem Fenster. Sie wartet auf den Briefträger, der einen Brief für sie hat.

Der Briefträger kommt gerade um die Ecke und gibt ihr den Brief.

Jonas hat ihr geschrieben.

Sie liest den Brief vor: "Liebe Lisa, kommst du heute Nachmittag zum Essen? Dann gehen wir zusammen in den Wald?"

Lisa ruft Jonas gleich an und sagt: "Ich möchte heute gern kommen. Um wie viel Uhr?"

Jonas antwortet: "Um drei Uhr."

Lisa sagt: "Schön, ich freue mich, dich zu sehen. Bis nachher!"

Nach einigen Minuten ist Lisa zu Jonas gegangen. Sie hat auch ein Geschenk mitgenommen. Sie klingelt bei ihm. Jonas macht schnell die Tür auf. Lisa sagt: "Hallo, Jonas."

"Hallo, Lisa! Ist das Paket für mich?", fragt Jonas.

Lisa antwortet: "Ja, pack es doch aus!"
Jonas packt das Geschenk aus. Doch dabei fragt er sich, wozu die Löcher im Paket gut sind.
Als er es ausgepackt hat, weiß er es.
Er hat nun eine kleine Katze in seiner Wohnung.

Die beiden leben von da an glücklich und zufrieden.

 


Ann-Christins Geschichte:

Arme Lisa ! Sie hatte nicht geübt, und so konnte sie im Musikunterricht ihr Stück nicht vorspielen. Alle hatten sie ausgelacht. Unglücklich war sie nach Haus gegangen. In der nächsten Nacht hatte Lisa einen wunderschönen Traum: Ein fremdes Wesen entführte sie sanft aus ihrem Bett und schwebte mit ihr zu einem fremden Planeten. Hand in Hand landeten sie auf dem herrlich klingenden Musiker-Planeten . Neugierig sahen sie sich dort erst einmal um.

Der Schneewalzer

Lisa sah viele Noten durch die Luft fliegen und hörte aus allen Ecken Musik. Der Kobold, so nannte er sich, hatte einen schwarzen Frack an, schwarze Schuhe und einen Stab in der Hand.
Lisa fragte: "Bist du etwa der Dirigent ?" "Ja, ich bin der Dirigent vom Musikerplaneten. Viele Wesen von anderen Planeten kommen jede Nacht, um sich das Mitternachtskonzert anzuhören! Wir sind für unsere Stücke berühmt." "Aber warum heißt das Konzert Mitternachtskonzert!" "Weil es um 10.00 Uhr beginnt und um Punkt 12.00 Uhr die letzte Note gespielt wird. Du spielst doch Querflöte, oder?" "Ja! Aber wenn du meinst, dass ich mitspielen könnte, dann hast du dich getäuscht, heute im Musikunterricht konnte ich das Stück nicht spielen!" "Aber wir können doch ganz viel üben, und mit uns macht es bestimmt ganz viel Spaß!"
Er rief alle Noten zusammen, die in der Luft waren und ordnete sie zu einem Lied. Lisa kannte es, sie hatten es schon oft gespielt und das konnte sie perfekt! Der Kobold rief alle Instrumente zusammen und da, wo eben noch schöne Melodien herkamen, hörte man jetzt nichts mehr. Aus allen Richtungen kamen Instrumente, Trommeln, Flöten, Geigen, Pauken, Gitarren, Klarinetten ... sie setzten sich. Sehr viele Notenständer kamen und stellten sich immer vor ein Instrument, dann kam eine Querflöte, flog zu Lisa und sagte: " Auf mir wirst du jetzt spielen! Setz dich da vorne in die Reihe und immer, wenn der Kobold mit dem Stab zu dir zeigt, dann spielst du deinen Teil!" Und immer, wenn der Kobold zu ihr zeigte, spielte sie ihren Teil. Es machte richtig Spaß und hörte sich sehr gut an. Sie übten bis zum Abend.
Dann machten sich alle Instrumente schön. Nach einer Stunde, es war 10.00 Uhr, glänzte der ganze Saal. Die Trolle und Wumbusse, Goldkäfer ..., alle saßen sie auf ihren Plätzen und wollten bis zum letzten Ton alles hören. Sie spielten viele Lieder und zum Schluss den Schneewalzer. Alle spielten richtig und als die große Uhr 12.00 Uhr schlug, spielten alle den letzten Ton.
Am nächsten Morgen wachte Lisa auf und erinnerte sich an den schönen Traum. Doch das, was sie geträumt hatte, blieb ein großes Geheimnis.

 


Yasemins Geschichte:

Ausgetrickst

"Ich freue mich schon auf die Schule, sicher bekommen wir heute unsere Mathearbeit wieder, ha, ich freue mich schon so", dachte ich und überlegte, was ich wohl für eine Note haben könnte, vielleicht eine Eins oder eine Zwei. Doch wie mir schien, hatte ich mich wohl zu früh gefreut. Denn als ich in die Klasse kam, sahen mich alle so vorwurfsvoll an.
"Was ist denn?", fragte ich vorsichtig und schlich langsam zu meinem Platz.
"Du bist zu spät", sagte ein Schulkamerad und nicht nur das - auf meinem Tisch lag die Mathearbeit, und ich bekam ein komisches Gefühl, das mir verriet, dass ich keine gute Note hatte.
Alle starrten mich an, als ob ich ein gestiefelter Kater wäre oder Verbrechen begangen hätte und nun als Museumsstück ausgestellt werden sollte - oder so etwas in der Art. Als ich an meinem Tisch angelangt war, sah ich:

"Mangelhaft
Unterschrift des Vaters!"

"Oh, Gott, wieso ich? Ich ... das kann doch nicht ..., das glaub ich nicht..., wie soll ich das meinem Vater beibringen?"
Die anderen lachten über mich und machten eine Wette mit mir: "Wenn du es schaffst, von deinem Vater eine Unterschrift zu ergattern, werden wir dir treu sein. Wenn nicht, bist du für eine Woche unser Diener!" Auf dem Nachhauseweg machte ich mir Vorwürfe, ob ich die Wette wirklich hätte eingehen sollen: "Oh, Mann, wie soll ich das bloß anstellen? Wie und wann? Oh, vielleicht gar nicht? Genau, am besten gehe ich nie wieder zurück!"
Aber plötzlich kam mir eine Idee. "Genau!", dachte ich. Ich rannte so schnell, wie ich nur konnte, um nach Hause zu kommen, denn ich hatte einen idealen Plan. "Ich bin ein Genie, jawohl!", murmelte ich ganz leise. Ich nahm mir ein Tuch aus der Küche und ein Blatt, ein Tintenfass und einen Stift.
"Aua, auaaa!!" Ich schrie so laut, wie ich nur konnte, denn schließlich musste ich Vater aus der Küche locken. Bevor er kam, band ich mir das Tuch um die Augen und tat so, als hätte ich mich mit dem Stift gestochen. Als Vater kam, fragte er mich, was ich gemacht hätte.
"Ich, ich hab mir in den Finger gestochen, aua!"
"Ach, das wird schon wieder. Was machst du eigentlich da?"
"Ich versuche gerade, mit verbundenen Augen meinen Namen zu schreiben und dabei habe ich mich mit dem Stift gestochen!"
"Aha, darf ich das auch einmal probieren?"
"Aber sicher!"
Vater nahm das Tuch und verband damit seine Augen, dann nahm er den Stift in die Hand und schrieb seinen Namen. "Ah, es läuft alles nach Plan, super!", dachte ich erleichtert, und da Vater nichts sehen konnte wegen des Tuches, nahm ich schnell mein Matheheft und legte es genau unter Vaters Stift, genau dahin, wo er gerade schreiben wollte.
Ja, er schrieb seinen Namen in mein Matheheft, und schon hatte ich meine Unterschrift. Bevor Vater sein Tuch abnahm, um sein Werk zu betrachten, packte ich schnell mein Matheheft ein und war erleichtert. "Puh, das ist noch mal gut gegangen!", murmelte ich, und meine Stirn war nicht mehr so rot wie vorher. Vater nahm das Tuch von seinen Augen und bewunderte sein Werk.
Und ich wusste, dass ich die Wette gewonnen hatte.
Puh, da hatte ich ihn wohl kräftig ausgetrickst!

 


Vanessas Geschichte:

Der Naturschützer

An einen schönen warmen Tag sitzen Fritzchen und sein Vater, den man Popi nennt, am Mittagstisch.
Auf einmal kommt eine Wespe angeflogen und setzt sich auf Fritzchens Wurst.
Plötzlich nimmt Fritzchen die Zeitung vom Tisch, er möchte die Wespe töten, aber sein Vater meint: ,,Töte sie nicht, weil es nur noch so wenige gibt!
Wir bringen sie zum Fenster!"
Auf dem Weg zum Fenster erklärt Popi:
"Bienen und auch Wespen sind nützliche Tiere, die einen suchen uns den Honig zusammen, die anderen erbeuten Insekten, und sie machen noch vieles mehr."
Popi lässt die Wespe wegfliegen. Er lässt sie wieder frei und er freut sich, dass er wieder ein Leben retten konnte.
Aber plötzlich kommt die Wespe wieder angeflogen und setzt sich auf Popis Kopf. Sie sticht ihn, es tut ihm sehr weh. Die Wespe setzt sich auf Popis Wurst, er guckt ganz schön brummig, er denkt:,, Das ist so gemein, ich wollte die Wespe retten - und sie sticht mich, dafür muss sie büßen!"
Fritzchen zeigt zum Fenster und flüstert: "Bring sie wieder raus, Bienen und auch Wespen sind doch nützliche Tiere!"
,,Ach, halt den Mund!"
Vater nimmt die Zeitung vom Tisch, er möchte die Wespe mit der Zeitung töten.
Er zählt: ,,1, 2, 3, 4, 5, 6!" und trifft daneben." Er zählt: "..9,10!" und diesmal trifft er sie.
Fritzchen denkt:
,,Mein Vater ist unmöglich! Erst meint er, ich darf Wespen nicht töten, weil es von ihnen nicht mehr so viele gibt, und danach tötet er sie selber!"